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Bundesverbands der Preisprüfer und Wirtschaftssachverständigen (BVdPW)
AKTUELLES
Pressemitteilung - Bundespreisprüfungsstatistik 2025 veröffentlicht.
BVdPW sieht Notwendigkeit für personelle Stärkung der Preisüberwachungsstellen
Der Bundesverband der Preisprüfer und Wirtschaftssachverständigen e.V. (BVdPW) weist auf die jüngst vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlichte Bundespreisprüfungsstatistik2025 hin.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen erneut die erhebliche Bedeutung des öffentlichen Preisrechts als Instrument zum Schutz öffentlicher Haushalte vor überhöhten Preisen – gerade vor dem Hintergrund der steigenden Investitionen in Bundeswehr und Infrastruktur, beschleunigter Vergabeverfahren ohne Wettbewerb und einer zunehmenden Komplexität öffentlicher Aufträge. Besorgniserregend bleibt aus Sicht des BVdPW jedoch der langfristige Rückgang der Prüfungsdichte. Infolge erheblicher Stellenstreichungen und unterlassener Nachbesetzungen in den letzten Jahren arbeiten die meisten Preisüberwachungsstellen längst an den Grenzen ihrer Kapazität und können zeitnahe Prüfungen nicht mehr garantieren.
Aufgrund der prekären Haushaltslage der Länder drohen nun weitere Einschnitte und es ist damit zu rechnen, dass die wenigsten Stellen der in den nächsten Jahren altersbedingt ausscheidenden Preisprüferinnen und Preisprüfer wiederbesetzt werden.
Und das, obwohl jeder Prüfer im Durchschnitt das Vielfache seines Gehalts für die Steuerzahlenden wieder hereinholt. Das Problem aus Haushaltssicht: Die Ersparnisse kommen vor allem dem Bund zugute, die Länder tragen die Kosten. Was ursprünglich einmal die Neutralität der Prüfungen sichern sollte, wird nun zur Kostenfalle.
„Können Prüfungen aufgrund des Personalmangels erst Jahre im Nachhinein oder überhaupt nicht durchgeführt werden, ist dies für alle Beteiligten ein Ärgernis und schadet sowohl den fair kalkulierenden Unternehmen als auch dem Ansehen der Verwaltung“, erläutert Dr. Marijke Dück-Rath, Präsidentin des BVdPW. „Gerade in Zeiten zunehmender Direktvergaben und beschleunigter Beschaffungsverfahren darf das öffentliche Preisrecht nicht aus dem Blick geraten. Dazu benötigt es jedoch vor allem eine ausreichende personelle Ausstattung der Preisüberwachungsstellen mit qualifizierten Beschäftigten.“
zur vollständigen Pressemitteilung vom 10. Juli 2026
zur Preisprüfungsstatistik 2025 (Open Data Portal des Bundes)
Änderungen (nicht nur) im Vorstand
Auf der jährlichen Mitgliederversammlung am 21.22.2025 standen satzungsgemäß Neuwahlen des Vorstands an.
Einstimmig (bei Enthaltung der Kandidat*innen) in ihren Ämtern bestätigt wurden Frau Dr. Marijke Dück-Rath, Leiterin des betriebswirtschaftlichen Prüf- und Beratungsdienstes der Freien Hansestadt Hamburg, als Präsidentin des Bundesverbandes der Preisprüfer- und Wirtschaftssachverständigen e.V., Karin Bachleitner, Leiterin der PÜ Tübingen, als Schatzmeisterin und Daniel Blum, PÜ Darmstadt, als Pressereferent.
Die langjährige bisherige Geschäftsführerin Ulrike Hartzke von der PÜ Düsseldorf entschied sich aus persönlichen Gründen nur noch als stellvertretende Geschäftsführerin zu kandidieren und wurde hierzu einstimmig gewählt.
Neu im Vorstand mit dabei ist Michael Pauls, Leiter der PÜ Kiel, der ohne Gegenstimme als als Geschäftsführer gewählt wurde.
Thomas Wendling, Leiter der PÜ Stuttgart und bisheriger stellvertretender Geschäftsführer, und Ralf Hascher, Leiter der PÜ Weimar und bisheriger Vizepräsident, traten aus persönlichen Gründen nicht erneut als Kandidaten an, womit das Amt des Vizepräsidenten zwischenzeitlich nicht besetzt war.
Mit Nachwahl im Februar 2026 wurde Florian Bartnik von der PÜ München einstimmig als Vizepräsident gewählt, womit der Vorstand wieder komplettiert ist.
Neben dem Vorstand wurden satzungsgemäß auch die Kassenprüfer neu gewählt, wobei die bisherigen Prüfer, Mathias Voelkel, PÜ Kiel, und Claudio Petruccelli, PÜ Darmstadt, bestätigt wurden.
Darüber hinaus konnten für den seit längerer Zeit vakanten Beirat mit Herrn Dr. Olaf Münster, Leiter der PÜ Würzburg, Angela Remiger, PÜ Leipzig, und Hilmi Sakar von der PÜ Köln, wieder erfahrene Kolleg*innen gewonnen werden.